{"id":3657,"date":"2017-06-05T17:00:33","date_gmt":"2017-06-05T16:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tsc-neptun-nordhausen.de\/?p=3657"},"modified":"2017-06-10T10:22:26","modified_gmt":"2017-06-10T09:22:26","slug":"europacup-im-orientierungstauchen-am-03-und-04-06-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tsc-neptun-nordhausen.de\/wordpress\/2017\/06\/05\/europacup-im-orientierungstauchen-am-03-und-04-06-2017\/","title":{"rendered":"Im Blindflug durch die Nordh\u00e4user Tiefen"},"content":{"rendered":"<p class=\"p4\"><span class=\"s1\">Nordhaausen. In Nordhausen steigt heute der Europacup im Orientierungstauchen. Ein Blick hinter die Kulissen dieser Sportart.&nbsp;<\/span><span class=\"s1\">03.06.2017 &#8211; 08:36 Uhr<\/span><\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s4\">Michael Menzel vom TSC Neptun Nordhausen (links) im Gespr\u00e4ch mit dem Greizer Orientierungstaucher Rafael Hempel, der bereits deutscher Juniorenmeister und Vizemeister der Herren im Shortrace war. F\u00fcr den heute beginnenden Europacup hat er sich daher hohe sportliche Ziele gesetzt. Foto: Marco Kneise<\/span><\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s1\">Schwerelosigkeit, eine farbenfrohe Umwelt , absolute Entspannung. Und das alles in einer fremden Welten, in einem anderen Element. Beim Urlaub auf den Malediven habe ihn das Tauchen &#8222;voll erwischt&#8220;, schw\u00e4rmt Michael Menzel mit leuchtenden Augen.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">&nbsp;<span class=\"s1\">&#8222;Das einmal live zu erleben, war schon klasse&#8220;, erinnert sich der mittlerweile erste Vorsitzende des Tauchsportvereins TSC Neptun Nordhausen an jene Reise und seine ersten Abstecher ins Reich der Tiefe. Seitdem habe ihn der Sport fest in seinen Bann gezogen. &#8222;Wie gesagt: Es ist die absolute Entspannung&#8220;, sagt der Vereinschef \u00fcber die Hobby- und Sporttaucher der Rolandstadt.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">&nbsp;<span class=\"s1\">Weitaus weniger entspannend d\u00fcrfte es dagegen am Wochenende f\u00fcr die Sportler auf dem Gel\u00e4nde des Clubs zugehen. Denn der Tauchersee wird am heutigen Samstag und am Sonntag zum Austragungsort einer Deutschen Meisterschaft sowie f\u00fcr den Europacup im Orientierungstauchen. Die Nordh\u00e4user Neptun-J\u00fcnger stellen daf\u00fcr ihr Gew\u00e4sser, und damit sogar einen offiziellen Jugend- und Ausbildungsst\u00fctzpunkt des Landestauchsportverbandes zur Verf\u00fcgung. Das werde eine interessante Veranstaltung, auch f\u00fcr das Publikum, verspricht Menzel erwartungsfroh. Denn hier lie\u00dfe sich \u00fcber zwei Tage eine komplexe Sportart milit\u00e4rischen Ursprungs beobachten, sagt er. &#8222;Das Orientierungstauchen hat eine lange Tradition.&#8220; Bis in die 50er-Jahre reichen die Wurzeln dieser Sportart, die sich kurz gefasst wohl als eine Mischung aus Orientierungslauf und Flossenschwimmen erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Ausge\u00fcbt wird das Ganze in etwa zwei Meter Tiefe. Ziel der Taucher ist es, innerhalb k\u00fcrzester Zeit und so pr\u00e4zise wie m\u00f6glich, bestimmte Bojen im Wasser in einer vorher festgelegten Reihenfolge anzuschwimmen. Besonderes Manko dabei: die Sicht. Derzeit herrsche eine Blickweite von etwa zwei Meter, sagt der Vereinschef. Der 52-J\u00e4hrige muss schmunzeln dabei. &#8222;Was f\u00fcr Hobbytaucher, die auf die sch\u00f6nen Unterwasserwelten aus sind, schon als schlechte Sicht z\u00e4hlt, ist f\u00fcr die Orientierungstaucher beinahe fast zu gut.&#8220; Damit die Sportler dennoch ihr Ziel finden, schieben sie eine Pressluftflasche vor sich her, auf der ein Entfernungsmesser samt Kompass installiert ist. Geschwommen wird mit Monoflosse. &#8222;Dem schnellsten Fortbewegungsmittel f\u00fcr Taucher unter Wasser&#8220;, erkl\u00e4rt Menzel. Die 100 Meter werden so mal schnell unter einer Minute geschwommen.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">&nbsp;<span class=\"s1\">Die Sportart verlange daher ein hohes Ma\u00df an Kondition. &#8222;Das in Verbindung mit dem technischen Verst\u00e4ndnis, Koordination und einem guten Orientierungssinn ist schon der Hammer&#8220;, schw\u00e4rmt Menzel \u00fcber die Reize des Orientierungstauchens.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">&nbsp;<span class=\"s1\">Schwierigste Aufgabe der Wettk\u00e4mpfe, in denen es unter anderem Stern- und Wendekurse gibt, sei die Mannschafts-Treff-\u00dcbung, sagt Gunter Viehh\u00e4user vom Tauchclub Chemie Greiz, der das Event mit ausrichtet. Bei dieser \u00dcbung m\u00fcssen vier Teammitglieder an verschiedenen Punkten im Wasser starten, sich gegenseitig finden, um dann schlie\u00dflich gemeinsam ins Ziel zu kommen. &#8222;Das ist die K\u00f6nigsdisziplin. Wenn etwas schiefgeht, irrt schon mal ein Taucher durchs Wasser&#8220;, lacht Viehh\u00e4user. Damit die Zuschauer bei diesem Spektakel nicht nur auf eine glatte Wasseroberfl\u00e4che blicken, sind die Taucher \u00fcbrigens mit Bojen ausger\u00fcstet.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">&nbsp;<span class=\"s1\">Und von denen werden am Wochenende viele durch den See schwirren: Denn anders als noch bei der Deutschen Meisterschaft vor zwei Jahren werden Starter aus ganz Europa kommen. \u00dcber hundert Sportler seien es, so Menzel. Aus Frankreich, Estland, Kroatien und \u00d6sterreich werden sie nach Nordhausen pilgern. &#8222;Die am weitest gereisten Taucher kommen aus der Ukraine&#8220;, sagt Menzel, w\u00e4hrend gerade ein Transporter mit lettischem Kennzeichen auf das Areal f\u00e4hrt.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p style=\"text-align: center;\">http:\/\/www.mdr.de\/mediathek\/mdr-videos\/a\/video-111450.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nordhaausen. In Nordhausen steigt heute der Europacup im Orientierungstauchen. 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